Von SanoLabs, den Machern der Sam-App

Bei Long COVID helfen, Kraft einzuteilen

Einen Elternteil mit Long COVID zu unterstützen heißt: Alltagsaufgaben abnehmen, wenn er das möchte, Tempo und Pausen ihm überlassen und den Verlauf für den Arzttermin festhalten.

So fängst du an

Was kannst du konkret tun?

  1. Nimm kleine Aufgaben abEinkauf, Kochen, Fahrten: Frag, was gerade am meisten Kraft kostet.
  2. Respektiere das TempoPacing heißt, Energie so einzuteilen, dass Überlastung und die darauf folgende Verschlechterung (PEM) möglichst vermieden werden. Dein Elternteil setzt die Grenze.
  3. Dränge nicht zu SportVor dem Wiedereinstieg ins Training gehört ein Gespräch mit der Hausärztin oder einem Spezialisten.
  4. Schreibt mit, wie die Tage warenWas belastet am meisten, seit wann, wie wirkt Aktivität auf die Tage danach? Das hilft beim Termin.

Was kannst du sagen?

  • Du kannst sagen
    Du musst mir nichts beweisen. Sag Bescheid, wenn es zu viel wird.

    Du nimmst den Druck raus.

  • Du kannst sagen
    Welche Aufgabe soll ich diese Woche übernehmen?

    Konkret statt "Sag, wenn du was brauchst".

  • Du kannst sagen
    Ich schreibe mit, was du beim Arzt sagen willst.

    Gute und schlechte Tage kommen beide aufs Papier.

Sam für dein Elternteil

Gute und schlechte Tage als Verlauf

Beim Termin fehlt oft das Gefühl für die letzten Wochen. Dein Elternteil hält Tage in Sam fest, im eigenen Tempo und nur, wenn die Kraft reicht.

  • Tage in wenigen TippsErschöpfung, Brain Fog oder Atemnot trägt dein Elternteil mit Tag und Stärke ein, ohne lange Texte.
  • Apple Health liest mitSchlaf, Schritte und Ruhepuls zeigt Sam aus Apple Health als Verlauf, ohne dass dein Elternteil etwas eintippt.
  • Monatsbericht zum TerminDer Bericht stellt Schlaf und Aktivität eines Monats zusammen. Dein Elternteil nimmt ihn als PDF mit und erklärt dazu die eigenen Tage.
  • Teilen, was dein Elternteil willMit Care Circle gibt dein Elternteil Tage oder Schritte frei. Du siehst sie nur lesend, ihr braucht beide Sam.
Beispiel

Die Wochen für den Termin festhalten

  • StattAus dem Gedächtnis erzählen, wie sich die Wochen anfühlten

    In SamTage mit Datum im Tagebuch, Schlaf und Aktivität im Monatsbericht.

  • StattNachfragen, wie es heute geht

    In SamAusgewählte Einträge, die dein Elternteil teilt, nur lesend.

Sam hält fest und zeigt, was dein Elternteil einträgt; Long COVID erkennt Sam nicht, und einordnen kann nur die Ärztin oder der Arzt.

Fragen, die erwachsene Kinder stellen

NotfallWann muss ich sofort Hilfe holen?+

Das ist eine allgemeine Sicherheitsinformation, keine Diagnose und keine Liste von Long-COVID-Symptomen. Diese Zeichen brauchen bei jedem Menschen sofort Hilfe:

  • Plötzlicher Brustschmerz
  • So starke Atemnot, dass nur noch einzelne Wörter oder kurze Sätze gehen
  • Lippen oder Haut sind blass, blau oder grau
  • Ohnmacht, Zusammenbruch oder ein erster Krampfanfall
  • Plötzliche Verwirrtheit
  • Husten mit Blut

Hol dir in diesen Fällen jetzt Hilfe: Ruf die 112 an oder, wenn es weniger dringend ist, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117. Nutze diese Liste nicht, um selbst zu entscheiden, ob etwas nicht stimmt.

Geht Long COVID wieder weg?+

Die Beschwerden können kommen und gehen, gute und schlechte Tage gehören dazu. Eine Heilung gibt es derzeit nicht, und Long COVID wird noch erforscht.

Wie helfe ich, ohne aufdringlich zu sein?+

Frag, was gerade gebraucht wird, und biete eine konkrete Sache an. Sätze wie "Du musst dich nur mehr bewegen" helfen nicht.

Soll meine Mutter die Erschöpfung durchhalten?+

Nein. Viele Betroffene teilen ihre Energie mit Pacing ein. Das Tempo bestimmt deine Mutter, und Sport klärt sie vorher mit ihrer Ärztin.

Weiß Sam, wann ein Crash kommt?+

Nein. Sam sagt keinen Crash voraus und versucht es nicht. Sam zeigt Verläufe aus Apple Health ohne Bewertung.

Die Wochen für den Termin festhalten

Sam fasst den Verlauf als Monatsbericht zusammen, damit ihr beim Arzt etwas Konkretes in der Hand habt.

Sam ist ein Wellness-Begleiter und kein Medizinprodukt. Sam erkennt Long COVID nicht, diagnostiziert und behandelt nichts und ersetzt keine Ärztin und keinen Arzt. Bei akuten Beschwerden: 112 oder 116117.