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7 Min. LesezeitSanoLabs Editorial

Was gehört in einen Bericht für den Arzt? Fünf Regeln, ein Beispiel und die PDFs, die Sam erstellt

Zeitraum, Kennzahlen, Verlauf nach Monaten: fünf Regeln für einen Bericht, den die Praxis in einer Minute liest, und wie du ihn aus Sam mitbringst.

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Ein Bericht für den Arzt gehört auf wenige Seiten und hat fünf Merkmale: oben der Zeitraum, dann zwei oder drei Kennzahlen mit Zeitfenster, danach der Verlauf nach Monaten, und alles ist als selbst erfasst gekennzeichnet. In Sam entstehen die PDFs aus deinen eigenen Einträgen und aus dem, was Apple Health schon aufzeichnet. Zwei davon sind für den Arzttermin gedacht: der Arztbericht (einer pro Programm) und der Monatsbericht. Eine Übersicht dazu gibt die Seite Arztbericht-App: Arzttermin vorbereiten mit PDF.

Dieser Beitrag erklärt die fünf Regeln, zeigt ein Beispiel mit erfundenen Zahlen und beschreibt, was in den beiden PDFs steckt. Wie du nur Apple-Health-Daten exportierst, steht in Apple Watch Daten zum Arzt. Um Wearable-Werte im Gespräch geht es in Wearable-Daten beim Arzt mitbringen.

Was in einen guten Bericht für die Praxis gehört

Ein Termin ist kurz. Eine Übersichtsarbeit im BMJ Open nennt für Deutschland im Schnitt 7,6 Minuten pro Hausarztkonsultation, allerdings mit Daten von 2002. Ein Bericht sollte deshalb in einer Minute lesbar sein. Dabei helfen fünf Regeln:

  • Zeitraum zuerst. Ohne Angabe, von wann bis wann der Bericht reicht, ist keine Zahl zu lesen.
  • Kennzahlen vor Einzelheiten. Zwei oder drei Zahlen stehen oben, die Einträge folgen später.
  • Jede Zahl mit Zeitfenster oder Nenner. "23 Symptomtage" sagt wenig, "23 Symptomtage in 104 Tagen" lässt sich besprechen.
  • Verlauf nach Monaten. Fünf Monate nebeneinander zeigen mehr als der Stand von heute.
  • Als selbst erfasst gekennzeichnet. Die Praxis sieht, was du eingetragen hast und was ein Gerät gemessen hat.

Ein leerer Tag bedeutet nur, dass kein Eintrag da ist. Ein guter Bericht sagt das offen.

So liest sich Zahl plus Zeitfenster. Die Werte sind erfunden und stammen nicht aus einem echten Bericht:

  • Berichtszeitraum: 1. Juli bis 12. Oktober 2026
  • Symptomtage: 23 in 104 Tagen
  • Tage mit Eintrag, letzte 30 Tage: 19 von 30

Welchen Zeitraum die Praxis sehen will, entscheidet die Praxis. Wie verschieden das ist, zeigen die Vorlagen dreier deutscher Organisationen: Das Blutdruck-Tagebuch der Deutschen Hochdruckliga hat Zeilen für Messungen morgens und abends. Der Kopfschmerzkalender der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft hat ein Blatt pro Monat. Der Anfallskalender der Deutschen Epilepsievereinigung ist auf zwölf Monate angelegt. Frag deshalb kurz nach. Verlangt die Praxis ein eigenes Formular, füll dieses aus. Dein Bericht kann daneben liegen.

Der Arztbericht: ein PDF pro Programm

Den Arztbericht gibt es in Sams Programmen für Bluthochdruck, Migräne, Epilepsie, Panikstörung, Asthma, Heuschnupfen, Reflux und Gicht. Beim Start bestätigst du, dass deine Ärztin oder dein Arzt die Erkrankung festgestellt hat. In der App trägt der Bericht je nach Programm einen anderen Namen, etwa Blutdruckbericht, Neurologen-Bericht oder Asthma-Kontrollbericht.

Du wählst, ab wann der Bericht zählt: ein, drei, sechs oder zwölf Monate zurück oder die gesamte Aufzeichnung. In der Auswahl steht zum Beispiel "Seit Juli 2026", voreingestellt sind drei Monate. Bei den Monatsoptionen liegt der Start auf einem Monatsersten, damit die Monatsbalken ganze Monate zeigen. Beginnt deine Aufzeichnung später, startet der Bericht mit deinem ersten Eintrag. Sam liest dabei die letzten 120 Einträge eines Programms. Wer sehr oft einträgt, sieht bei langen Zeiträumen deshalb nur den jüngeren Teil.

Die erste Seite ist für die erste Minute im Termin gedacht. Das steht darauf:

  • Oben steht "Selbst erfasste Aufzeichnung aus der Sam-App", dazu Berichtszeitraum und Erstelldatum.
  • "Auf einen Blick" nennt die wichtigsten Zahlen, die meisten mit Zeitfenster oder Nenner, etwa "in 104 Tagen".
  • Die Monatsbalken zählen pro Monat, ohne den laufenden Monat.
  • Hast du im Zeitraum den Monatsfragebogen deines Programms ausgefüllt, hat er einen eigenen Abschnitt.
  • "Letzte 30 Tage" zeigt bei Epilepsie, Bluthochdruck, Gicht, Asthma und Heuschnupfen pro Einnahmezeit, ob du die Einnahme eingetragen hast.

Die Einnahmen erscheinen nur, wenn du Einnahmezeiten angelegt und schon Einnahmen eingetragen hast. Sonst zeigt der Abschnitt die Tage mit Eintrag, so auch bei Migräne, Panikstörung und Reflux. Ohne Eintrag in den letzten 30 Tagen entfällt er.

Die Einzelheiten zu deinem Programm beginnen auf einer neuen Seite. Danach folgt das Tagebuch nach Monaten. Es zeigt die 30 neuesten Einträge. Sind es mehr, vermerkt der Bericht, wie viele Einträge es im Zeitraum sind.

Im Bluthochdruck-Bericht steht zusätzlich der Block "Gemessener Kontext im selben Zeitraum": Gewicht, Schlaf, Ruhepuls, Schritte, Stress und Alkoholtage, jeweils mit der Zahl der Tage mit Daten. Der Bericht vermerkt, dass kein ursächlicher Zusammenhang gemeint ist.

Die Datei ist dunkel auf weiß gesetzt, Monatswerte und Summen stehen als Ziffern im Text und nicht nur als Farbe. Für das Zyklus-Tracking gibt es einen eigenen Zyklusbericht, immer über die gesamte Aufzeichnung. Die Lifestyle-Programme exportieren außerdem einen Fragebogen-Bericht mit deinen Check-in-Werten und Antworten.

Der Monatsbericht: das zweite PDF

Der Monatsbericht ist ein anderes Dokument. Er gehört zu keinem medizinischen Programm. Er zeigt Wellness-Daten wie Schlaf, Aktivität und Stress sowie deine Krankheits- und Symptomtage. Dazu kommt ein Verzeichnis der Laborbefunde aus deiner Gesundheitsakte, die zum Berichtsmonat gehören, mit Name und Datum. Auf der Website heißt der Bereich Medizinische Dokumente. Daten aus den medizinischen Programmen stehen nicht darin, auch kein Blutdruck.

Damit der Bericht entsteht, musst du Mitteilungen erlaubt und Apple Health freigegeben haben. Apple Health braucht aus den letzten sieben Tagen Werte in mindestens drei Bereichen, etwa Herzfrequenz, Schritte oder Schlaf. Außerdem muss die Frage nach deinen Erkrankungen beantwortet sein, auch "keine" zählt. Ab dem zweiten Bericht kommt eine Bedingung dazu: An mindestens 15 der letzten 30 Tage hast du eingetragen, wie du dich gefühlt hast: gut, etwas angeschlagen oder krank.

Das Symptomtagebuch hat kein eigenes PDF. Deine Symptomtage erscheinen im Monatsbericht. Ein Tagebuch mit Einzelheiten zu jedem Eintrag steht nur im Arztbericht eines Programms.

Mehrere Erkrankungen: ein Bericht pro Programm

Jedes Programm erstellt sein eigenes PDF. Ein gemeinsamer Bericht für alle Erkrankungen existiert nicht, denn jedes Programm hat sein eigenes Tagebuch, seinen eigenen Monatsfragebogen und seinen eigenen Arztbericht. Zum Termin bringst du den Bericht mit, der zur Praxis passt, etwa den zu Asthma in die Lungenfachpraxis.

So übergibst du den Bericht

Im Programm öffnest du den Arztbericht und wählst den Zeitraum. Dann tippst du auf "PDF erstellen und teilen". Du siehst eine Vorschau und gibst die Datei über das Teilen-Menü deines iPhones weiter, zum Beispiel an einen Drucker oder in eine Mail. Du kannst das PDF auch am Handy zeigen. Das PDF-Symbol auf der Programmseite überspringt die Auswahl und exportiert die gesamte Aufzeichnung.

Sam schickt nichts an deine Praxis. Frag vorher, ob sie die Datei lieber digital oder auf Papier möchte, im Zweifel nimmst du beides mit. Ob die Praxis den Bericht nutzt, entscheidet sie selbst.

Für den Einstieg reichen zwei Sätze, zum Beispiel: "Das ist meine Aufzeichnung seit Juli, selbst geführt in einer App. Oben stehen die Zahlen, ich würde gern mit Ihnen über die letzten drei Monate sprechen." Mehr zur Vorbereitung steht in der Checkliste für den Arzttermin. Fühlst du dich nicht ernst genommen, hilft Was Dokumentation wirklich ändert.

Auch Apple hat ein PDF für den Arzt: das Blutdruckprotokoll der Health-App. Du brauchst ein iPhone 11 oder neuer mit der neuesten iOS-Version und eine Blutdruckmanschette. Hast du es abgeschlossen, tippst du auf "PDF exportieren". Die Anleitung von Apple trägt das Veröffentlichungsdatum 15. September 2026. Mehr zum Blutdruckpass steht in Blutdruckpass ausdrucken oder als App.

Was ein Bericht nicht kann

Die Einordnung bleibt bei deiner Ärztin oder deinem Arzt. Der Bericht zeigt, was du eingetragen hast. Bei manchen Programmen legt Sam Werte neben deine Einträge, etwa die zuletzt erfasste Schlafdauer aus Apple Health bei Migräne oder Luftqualität und Pollen bei Asthma, wenn du deinen Standort teilst. Was du nicht einträgst, fehlt. Ein leeres Protokoll heißt nicht, dass nichts passiert ist, und der Bericht ersetzt kein Gespräch.

Die Berichte von Sam haben Grenzen. Es gibt kein gemeinsames PDF für mehrere Programme und keinen Export als CSV. EKG- und Vorhofflimmern-Daten aus Apple Health stehen nicht im Bericht, und Peak-Flow-Werte trägst du in Sam nicht ein. Wie eigene Aufzeichnungen und die elektronische Patientenakte zusammenpassen, steht in ePA und Gesundheits-App: Was gehört wohin?.

Arztbericht in Sam aus deinen Einträgen und Apple-Health-Daten erstellen

Du gehst mit einem Bericht in den Termin, in dem Zeitraum, Zahlen und Verlauf schon stehen, und musst nichts aus dem Gedächtnis zusammensuchen.

  • Statt Erinnerung aus dem Kopf: Sam legt deinen Verlauf nach Monaten in den Arztbericht, die meisten Kennzahlen mit Zeitfenster.
  • Statt Apple Health allein: In manchen Programmen, etwa Bluthochdruck, stehen Schlaf, Ruhepuls und Schritte aus Apple Health neben deinen Einträgen. Du trägst nur ein, was du selbst weißt.
  • Statt Zettel und Screenshots: Du siehst eine Vorschau und gibst das PDF über das Teilen-Menü weiter oder zeigst es am Handy.

Den Arztbericht gibt es in den Programmen für ärztlich festgestellte Erkrankungen. Was die Zahlen bedeuten, besprichst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Sam kostenlos ausprobieren

Sam ist ein Wellness-Begleiter und kein Medizinprodukt. Die App diagnostiziert, behandelt, heilt oder verhindert keine Erkrankung und keinen Gesundheitszustand. Konsultiere bei medizinischen Entscheidungen immer qualifiziertes Fachpersonal.

Quellen

Stand: Oktober 2026

Häufige Fragen

Was gehört in einen Bericht für den Arzt?+

Oben der Zeitraum, dann zwei oder drei Kennzahlen, jede mit Zeitfenster oder Nenner. Danach der Verlauf nach Monaten und deine Einträge. Alles ist als selbst erfasst gekennzeichnet. Frag die Praxis, welchen Zeitraum sie sehen möchte. Einordnen kann nur deine Ärztin oder dein Arzt.

Gibt es einen Arztbericht als PDF aus der Sam-App?+

Ja, in den Programmen für Bluthochdruck, Migräne, Epilepsie, Panikstörung, Asthma, Heuschnupfen, Reflux und Gicht. Du wählst den Zeitraum: ein, drei, sechs oder zwölf Monate oder alles. Beim Start bestätigst du, dass deine Ärztin oder dein Arzt die Erkrankung festgestellt hat.

Kann ich ein Symptomtagebuch als PDF zum Arzt mitnehmen?+

Das Symptomtagebuch in Sam hat kein eigenes PDF. Deine Symptomtage stehen im Monatsbericht, den du teilen kannst. Nutzt du ein Programm, steht dessen Tagebuch im Arztbericht, nach Monaten sortiert. Frag die Praxis, welche Form sie lieber hat.

Gibt es einen gemeinsamen Bericht für mehrere Erkrankungen?+

Nein. In Sam gibt es einen Arztbericht pro Programm und kein gemeinsames PDF. Zum Termin bringst du den Bericht mit, der zur Praxis passt.

Schickt die App den Bericht an meine Praxis?+

Sam schickt den Bericht nicht selbst an die Praxis. Du erstellst das PDF, siehst die Vorschau und gibst es über das Teilen-Menü deines iPhones weiter, etwa an einen Drucker oder in eine Mail. Ob die Praxis es annimmt, fragst du am besten vorher.

Wie exportiere ich Apple-Gesundheitsdaten als PDF für den Arzt?+

Für Blutdruck hat die Health-App ein Blutdruckprotokoll mit PDF-Export. Du brauchst ein iPhone 11 oder neuer, die neueste iOS-Version und eine Manschette. Hast du das Protokoll abgeschlossen, tippst du auf PDF exportieren. Für andere Apple-Daten hilft der Beitrag zum Apple-Health-Bericht.

Was steht im Monatsbericht von Sam?+

Er zeigt Wellness-Daten wie Schlaf und Aktivität, deine Krankheits- und Symptomtage und ein Verzeichnis deiner Laborbefunde. Du brauchst Mitteilungen, freigegebenen Zugriff auf Apple Health mit aktuellen Werten und die beantwortete Frage nach deinen Erkrankungen. Ab dem zweiten Bericht kommen Einträge an 15 von 30 Tagen dazu, wie du dich gefühlt hast.