Wandern in der Höhe mit Bluthochdruck, Asthma, Migräne
Berge mit Bluthochdruck, Asthma oder Migräne: Was DAV, ESC-Stellungnahme und Kopfschmerz-Klassifikation sagen, was du fragst und was du notierst.
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Du planst eine Wanderwoche oder einen Skiurlaub und hast Bluthochdruck, Asthma oder Migräne. Dann willst du wissen, was die Höhe mit dir macht und was du vorher klärst. Beschwerden der Tour kannst du auf Papier festhalten oder im Symptomtagebuch von Sam. Schlaf und Ruhepuls aus Apple Health liegen dort in derselben App, wenige Taps vom Eintrag entfernt.
Ob eine Tour mit Bluthochdruck, Asthma oder Migräne passt, klärst du vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Bei gut eingestelltem Bluthochdruck hält die europäische Stellungnahme zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch große Höhen für möglich, bei unkontrolliertem rät sie ab. Bei Asthma gehört eine Beratung vor die Reise. Höhenkopfschmerz führt die Klassifikation getrennt von Migräne.
Dieser Text ist allgemeine Information und keine Höhenberatung. Eine Höhengrenze für alle drei Erkrankungen nennt keine der hier genannten Quellen. Die Langfassungen der Nationalen VersorgungsLeitlinien Asthma und Hypertonie enthalten keine Aussage zur Höhe. Die Belege sind ungleich: Für den Blutdruck gibt es eine gemeinsame Stellungnahme kardiologischer und höhenmedizinischer Fachgesellschaften, für Asthma Beratungsempfehlungen, für Migräne die Kopfschmerz-Klassifikation.
Ab welcher Höhe wird es für den Körper ein Thema?
Mit der Höhe sinken Luftdruck und Sauerstoffgehalt der Luft. Laut Deutschem Alpenverein (DAV) wirkt sich das ab etwa 1.500 Metern auf die Leistung aus, auch bei Gesunden. Ab etwa 3.000 Metern sinkt die Sauerstoffsättigung im Blut, und man kann höhenkrank werden. Die akute Höhenkrankheit ist laut DAV ab 2.500 Metern möglich. Sie kann jeden treffen, auch Trainierte.
Typisch ist laut DAV ein Kopfschmerz, oft beidseitig an Stirn und Schläfen. Dazu kommen Unwohlsein, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Schwindel oder Schlafprobleme. Die europäische Stellungnahme zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen nennt Orte über 2.500 Metern hohe Höhe und über 4.000 Metern sehr hohe Höhe. Zum Vergleich: Die Zugspitze liegt auf 2.962 Metern, so das Beispiel der Deutschen Herzstiftung.
Was passiert mit dem Blutdruck in den Bergen und beim Skifahren?
Die Stellungnahme (Parati und Kollegen, European Heart Journal 2018) beschreibt: Der Blutdruck steigt nach einigen Stunden in der Höhe an, besonders nachts. In den folgenden Tagen bleibt er etwa auf diesem höheren Niveau. In den Anden stieg der 24-Stunden-Wert von Menschen mit Bluthochdruck auf 3.259 Metern weiter, nachts etwas steiler.
Einzelwerte in Ruhe zeigen das nur zum Teil: Laut Stellungnahme reagieren sie wenig auf Einflüsse wie die Höhe, in der 24-Stunden-Messung war der Anstieg deutlicher. Eine formale Empfehlung für die 24-Stunden-Messung gibt die Stellungnahme nicht. Warum Werte je nach Ort und Situation abweichen, steht im Beitrag Blutdruck beim Arzt höher als zu Hause.
Die Stellungnahme unterscheidet drei Gruppen:
- Bei mittlerem bis schwerem Bluthochdruck oder Bluthochdruck mit mittlerem bis hohem Herz-Kreislauf-Risiko raten die Autoren, den Blutdruck vor und während des Aufenthalts zu kontrollieren.
- Bei gut eingestelltem oder leichtem Bluthochdruck halten die Autoren mit passender Therapie auch Höhen über 4.000 Metern für möglich.
- Bei unkontrolliertem oder schwerem Bluthochdruck raten die Autoren von Höhenaufenthalten ab.
Die Autoren schreiben selbst, dass diese Empfehlungen auf begrenzter Evidenz beruhen. Zahlen für "gut eingestellt" nennen weder die Stellungnahme noch die Pharmazeutische Zeitung, die 2018 darüber berichtete. Ob das auf dich zutrifft, sagt dir deine Ärztin oder dein Arzt.
In den Quellen zum Blutdruck kommt Skifahren nicht vor. Zur Kälte schreibt die Deutsche Herzstiftung: Starke Kälte verengt die Hautgefäße, der Blutdruck steigt, das Herz pumpt gegen mehr Widerstand. Besondere Vorsicht gilt unter anderem bei Bluthochdruck. Herzpatienten sollen bei Frost schwere Anstrengung meiden, ihr Beispiel ist Schneeschaufeln. Druck oder Brennen in der Brust oder Atemnot in der Kälte gehören dringend untersucht.
Was sagen die Quellen zu Asthma in der Höhe?
Für Asthma ist die Quellenlage dünn. Eine deutschsprachige Übersichtsarbeit von Hertig und Kollegen (Dezember 2025) hält fest: Aufenthalte in mittlerer bis großer Höhe führen zu Sauerstoffmangel. Das kann bei chronischen Lungenerkrankungen klinisch relevante Folgen haben. Zur Beratung vor der Reise gehören Funktionstests, eine Risikoeinschätzung und vorbeugende Maßnahmen. Mit passender Vorbereitung können Höhenaufenthalte für viele Betroffene sicher sein, so die Autoren.
Eine spanische Leitlinie von 2009 schreibt, dass Menschen mit Asthma dank wirksamer Behandlung heute auch Wintersport treiben und ins Hochgebirge reisen können. Schlecht eingestelltes Asthma könne Aktivitäten einschränken. Unser Wissen über die Wirkung auf Asthma sei aber noch begrenzt, heißt es dort. Beide Angaben stammen aus den Zusammenfassungen der Arbeiten.
Der DAV nennt einen Punkt, der Atemwege betrifft: Infekte der Atemwege erhöhen in der Höhe das Risiko für Höhenkrankheit, und er rät, mit einem Infekt vorsichtig in die Berge zu gehen.
Höhenkopfschmerz oder Migräne: Was beschreibt die Klassifikation?
"Höhenmigräne" ist in der Klassifikation kein feststehender Begriff. Die Internationale Kopfschmerzklassifikation (ICHD-3) führt unter 10.1.1 den Höhenkopfschmerz. Er ist meist beidseitig, wird durch Anstrengung stärker und tritt nach einem Aufstieg über 2.500 Metern auf. Er klingt innerhalb von 24 Stunden nach dem Abstieg von selbst ab.
Die Kriterien: Neben dem Aufstieg über 2.500 Meter müssen mindestens zwei von drei Punkten passen, und keine andere Diagnose darf den Kopfschmerz besser erklären. Der Kopfschmerz beginnt im zeitlichen Zusammenhang mit dem Aufstieg. Er wird beim weiteren Aufstieg deutlich stärker oder klingt nach dem Abstieg unter 2.500 Meter binnen 24 Stunden ab. Er hat mindestens zwei dieser Merkmale: beidseitig, leicht bis mäßig, stärker bei Anstrengung, Bewegung, Pressen, Husten oder Bücken.
Im Kommentar nennt die Klassifikation Migräne in der Vorgeschichte als Risikofaktor. Weitere sind unter anderem niedrige Sauerstoffsättigung, hohe empfundene Anstrengung und wenig Flüssigkeit (unter 2 Litern in 24 Stunden). Außerdem steht dort: Wer dauerhaft über 1.000 Metern wohnt, hat im Schnitt häufiger und stärkere Migräne. Über Urlaube sagt der Satz nichts.
Zur Häufigkeit nennt die Klassifikation mehr als 30 Prozent der Bergsteigenden, die britische Organisation Migraine Trust etwa jeden vierten Menschen, der in große Höhen steigt. Beides sind keine persönlichen Risiken. Die Migraine Trust schreibt außerdem, Höhenwechsel wie beim Fliegen, große Höhen und Wetterwechsel können bei manchen Menschen mit Migräne Attacken auslösen. Wie du Luftdruck und Wetter festhältst, steht im Beitrag zu Föhn und Migräne.
Welcher Kopfschmerz bei dir vorliegt, sortiert eine Ärztin oder ein Arzt, nicht dieser Text. Unterwegs rät die Migraine Trust, erst nach voller Erholung weiterzugehen und ärztlichen Rat zu suchen, wenn der Kopfschmerz bleibt oder schlimmer wird.
Wie schnell steigst du auf, und wo gehen die Quellen auseinander?
Der DAV nennt die Schlafhöhendifferenz als entscheidenden Faktor: hoch steigen, tief schlafen. Wichtige Anpassungen der Atmung laufen im Schlaf ab. Im Schnitt sollen es höchstens 300 Meter Unterschied der Schlafhöhe pro Tag sein. Zusätzlich nennt der DAV ein mäßiges Aufstiegstempo, viel Trinken und kohlenhydratreiche Kost.
Die ESC-Stellungnahme nennt in ihrer Empfehlung für Herzinsuffizienz als Maßstab die Rate für gesunde Reisende: 300 bis 500 Meter pro Tag über 2.500 Metern. Beides sind Obergrenzen zweier Gremien, keine persönliche Freigabe. Wir geben keine Zahl vor. Welche Rate zu deiner Tour passt, entscheiden Bergführer oder Arzt.
Zur Eingewöhnung: Die Klassifikation nennt zwei Tage vor anstrengender Belastung in der Höhe. Die Herzstiftung rät Herzpatienten zu ein bis zwei Tagen.
Welche Beschwerden in der Höhe sind ein Notfall?
Nach dem DAV gibt es zwei lebensbedrohliche Formen. Beim Höhenlungenödem fällt die Leistung plötzlich ab, dazu kommen starke Atemnot und Husten. Blutiger Auswurf und Rasseln bedeuten akute Lebensgefahr. Beim Höhenhirnödem kommen ein unsicherer Gang, getrübtes Bewusstsein, Halluzinationen oder neurologische Ausfälle dazu. In beiden Fällen ist der sofortige Abstieg unumgänglich, in Begleitung.
Bei einfacher akuter Höhenkrankheit gilt laut DAV: auf gleicher Höhe bleiben, bis die Beschwerden weg sind. Erst dann geht es weiter hinauf. Bessern sie sich nicht, steigt man mindestens 500 Höhenmeter ab.
Bei Asthma schreibt die Nationale VersorgungsLeitlinie: Wirkt der Asthma-Aktionsplan beim Anfall nicht, sind Arzt oder Notruf dran. Ungeschulte versuchen es oft zu lange mit dem Bedarfsmittel.
Ruf bei Verdacht auf ein Ödem den Notruf, in der EU die 112. Mobilfunk fehlt auf manchen Touren zeitweise. Die Herzstiftung rät, ein Handy mitzunehmen und, wenn du allein gehst, jemandem deine Route zu sagen. Weder Sam noch eine Uhr entscheiden, ob etwas dringend ist. Im Zweifel: Notruf.
Was fragst du vor der Buchung deine Ärztin oder deinen Arzt?
Nimm diese Fragen mit, am besten mit Reiseziel und Höhenprofil:
- Ist mein Blutdruck gut genug eingestellt für einen Aufenthalt in dieser Höhe?
- Wie oft und wann soll ich unterwegs messen, und was tue ich bei hohen Werten?
- Brauche ich vorher Funktionstests und einen Asthma-Aktionsplan für die Reise?
- Was tue ich bei Kopfschmerz, der anders ist als meine Migräne?
- Was nehme ich mit, und wer weiß Bescheid?
- Wie viel soll ich unterwegs trinken?
- Gibt es eine Höhengrenze für mich?
Zu Medikamenten für die Höhe sprichst du mit deiner Ärztin. Quellen nennen mehrere, die nur sie beurteilen kann. Ändere oder pausiere nichts auf eigene Faust: "Medikamentenferien" können nach der Deutschen Hochdruckliga "regelrecht gefährlich" werden. Wie du Notfallinfos auf dem iPhone hinterlegst, steht im Beitrag zum Notfallpass.
Was hältst du auf der Tour fest?
Ein Höhenprotokoll dokumentiert, es wertet nichts aus. Es hilft dir, hinterher mit deiner Ärztin über Tage zu sprechen statt über ein Gefühl. Eine Zeile pro Tag:
- Datum, Schlafhöhe in Metern und Unterschied zur Nacht davor
- höchster Punkt des Tages und Dauer des Aufstiegs
- Blutdruck mit deinem eigenen Gerät, so oft, wie du es mit deiner Ärztin besprochen hast
- Ruhepuls am Morgen (die Herzstiftung schreibt, dünnere Luft erhöhe den Puls; das Feld ist unser Vorschlag)
- Schlaf: Stunden und wie oft du wach warst
- Kopfschmerz ja oder nein, beidseitig, schlimmer bei Anstrengung, Bewegung, Pressen, Husten oder Bücken
- Übelkeit, Appetitlosigkeit, Schwindel, Müdigkeit, Lichtempfindlichkeit
- Anzeichen wie bei deiner Migräne, in deinen eigenen Worten
- Atemnot in Ruhe oder nur bei Anstrengung, Husten, wie oft du dein Bedarfsmittel gebraucht hast
- Atemwegsinfekt ja oder nein
- Getrunken in Litern
Schlafhöhe und Blutdruck führst du auf einem Zettel oder in deiner Notizen-App. Beschwerden trägst du tageweise im Symptomtagebuch von Sam ein. Schlaf und Ruhepuls liest Sam aus Apple Health, wenn Daten vorliegen. Wie genau eine Apple Watch Sauerstoffwerte misst, steht im Beitrag zur Genauigkeit der Sauerstoffsättigung. Zu Messwerten in der Höhe nennt dieser Text keine Quelle.
Deine Bergwoche: Beschwerden, Schlaf und Ruhepuls festhalten
Nach der Tour hast du statt vager Erinnerung einen Verlauf mit Datum.
- Statt Zettel in der Jackentasche: Im Symptomtagebuch hältst du für jeden Tag fest, welche Beschwerden du hattest und wie stark.
- Statt Apple Health allein: Schlaf und Ruhepuls liegen in derselben App, wenige Taps vom Eintrag entfernt. Ein neuer Eintrag im Migräne-Tagebuch vom selben Tag bekommt Schlaf und Herzfrequenzvariabilität dazu, wenn Daten vorliegen.
- Statt Erinnerung im Wartezimmer: Läuft ein Programm für Bluthochdruck, Asthma oder Migräne, also ein eigenes Tagebuch mit Arztbericht, fasst der Arztbericht als PDF den Zeitraum zusammen, den du wählst.
Sam misst keinen Blutdruck und ersetzt keine Höhenberatung.
Sam kostenlos ausprobierenSam ist ein Wellness-Begleiter und kein Medizinprodukt. Die App diagnostiziert, behandelt, heilt oder verhindert keine Erkrankung und keinen Gesundheitszustand. Konsultiere bei medizinischen Entscheidungen immer qualifiziertes Fachpersonal.
- Eisbaden und Sauna bei chronischer Erkrankung: Was Quellen sagen
- Föhn und Migräne: Luftdruck festhalten
- Notfallpass auf dem iPhone bei chronischer Erkrankung
- Apple Watch Vitalwerte außerhalb des Bereichs: Was tun?
- Apple Watch Schlafapnoe-Mitteilung: Was jetzt tun?
Quellen
Stand: Oktober 2026
- Parati G et al., Clinical recommendations for high altitude exposure of individuals with pre-existing cardiovascular conditions (gemeinsame Stellungnahme ESC u. a.), European Heart Journal 2018: academic.oup.com (englisch)
- Deutscher Alpenverein: Höhenkrankheit (zuletzt geändert 17.02.2026)
- International Headache Society, ICHD-3: 10.1.1 High-altitude headache (englisch)
- The Migraine Trust: High altitude headache (englisch)
- Deutsche Herzstiftung: Urlaub für Herzpatienten, Wandern und Herzprobleme bei Kälte
- Pharmazeutische Zeitung, 23.02.2018: Herz-Kreislauf: Der Berg ruft - auch Herzpatienten
- Deutsche Hochdruckliga, 04.07.2018: Die richtige Bluthochdruckeinstellung, auch im Urlaub
- Hertig D et al., High-altitude exposure in chronic lung diseases, 2025 (Zusammenfassung gelesen): doi.org
- Drobnic F, Borderias Clau L, SEPAR, Guidelines on asthma in extreme environmental conditions, Arch Bronconeumol 2009 (Zusammenfassung gelesen, spanisch): doi.org
- Nationale VersorgungsLeitlinien: Asthma (Version 5, Kapitel 7.2 Selbsthilfemaßnahmen beim Anfall) und Hypertonie (Langfassungen nach Höhe durchsucht, keine Aussage gefunden)
Mehr zum Festhalten und Mitnehmen
Häufige Fragen
Ab welcher Höhe wird es medizinisch ein Thema?+
Die europäische ESC-Stellungnahme nennt Orte über 2.500 Metern hohe Höhe. Der Deutsche Alpenverein hält die akute Höhenkrankheit ab etwa 2.500 Metern für möglich und beschreibt Leistungseffekte schon ab etwa 1.500 Metern.
Steigt der Blutdruck in den Bergen?+
Laut ESC-Stellungnahme steigt er nach einigen Stunden in der Höhe an, besonders nachts, und bleibt in den folgenden Tagen etwa auf diesem Niveau. Bei mittlerem bis schwerem Bluthochdruck oder Bluthochdruck mit mittlerem bis hohem Herz-Kreislauf-Risiko raten die Autoren, vor und während des Aufenthalts zu messen.
Darf ich mit Bluthochdruck wandern?+
Die Stellungnahme nennt gut eingestellten oder leichten Bluthochdruck mit passender Therapie als vereinbar mit großen Höhen. Bei unkontrolliertem oder schwerem Bluthochdruck rät sie von Höhenaufenthalten ab. Ob deiner gut eingestellt ist, beurteilt deine Ärztin oder dein Arzt.
Was gilt bei Asthma in der Höhe?+
Eine Übersichtsarbeit von 2025 zu chronischen Lungenerkrankungen nennt vor der Reise Beratung mit Funktionstests, Risikoeinschätzung und vorbeugenden Maßnahmen. Die Langfassung der Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma enthält keine Aussage zur Höhe.
Ist Höhenkopfschmerz dasselbe wie Migräne?+
Nein, die Klassifikation ICHD-3 führt sie getrennt. Höhenkopfschmerz ist meist beidseitig, wird durch Anstrengung stärker und klingt innerhalb von 24 Stunden nach dem Abstieg ab. Welchen Kopfschmerz du hast, klärt ein Arzt.
Wie schnell darf ich aufsteigen?+
Der Alpenverein nennt im Schnitt höchstens 300 Meter Unterschied der Schlafhöhe pro Tag. Die ESC-Stellungnahme nennt für Gesunde 300 bis 500 Meter pro Tag über 2.500 Metern. Beides sind Obergrenzen, keine persönliche Freigabe: Frag Bergführer oder Arzt.
Wann muss ich absteigen?+
Der Alpenverein rät bei akuter Höhenkrankheit, auf gleicher Höhe zu bleiben, bis die Beschwerden weg sind. Bessern sie sich nicht, geht es mindestens 500 Höhenmeter abwärts. Bei Verdacht auf Lungen- oder Hirnödem muss sofort abgestiegen werden, in Begleitung.