Zyklustagebuch: was gehört rein? Vorlage oder Zyklus-App
Was in ein Zyklustagebuch gehört, ob Vorlage, PDF oder Zyklus-App, wie lange du notierst, bis sich ein Muster zeigt, und was du zum Termin mitnimmst.
Auf dieser Seite
Wenn du spürst, dass deine Beschwerden mit dem Zyklus zusammenhängen, hilft ein Zyklustagebuch, das Muster sichtbar zu machen. Der Einstieg ist einfach: den ersten Tag der Blutung, ihre Dauer und deine Beschwerden notieren. Das geht kostenlos auf einem Blatt Papier, oder du nutzt eine Zyklus-App; in Sam trägst du die Blutung ein und wählst Beschwerden im selben Fenster dazu, sie landen im Symptomtagebuch.
Ein Zyklustagebuch ist eine Dokumentationshilfe, keine Diagnose und keine Zyklusprognose. Es hilft dir und deinem Behandlungsteam zu sehen, ob und wie Beschwerden mit dem Zyklus zusammenhängen - zum Beispiel beim Gespräch mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt.
Was gehört in ein Zyklustagebuch?
Zwei Dinge gehören zusammen: der Zyklus selbst und deine Beschwerden. So beschreibt es das IQWiG. Konkret:
- Der erste Tag, an dem die Regelblutung eingesetzt hat
- die Dauer der Blutung
- die Stärke beziehungsweise der Verlauf der Blutung
- Beschwerden und Schmerzen, jeweils mit ihrer Stärke
Beides zusammen zu notieren lohnt sich auch deshalb, weil es dem entspricht, was Fachleute in der Diagnostik nutzen: Das prämenstruelle Syndrom (PMS) wird unter anderem über ein geführtes Symptomtagebuch eingeordnet, in dem Beschwerden über mehrere Zyklen täglich festgehalten werden.
Beschwerden mit Datum und Stärke festhalten
Stimmung, Schmerz, Erschöpfung, Schlaf und andere Beschwerden brauchen vor allem ein Datum und eine Stärke. Ob du sie auf dasselbe Blatt schreibst wie die Blutung, so wie im PMS-Tagebuch des IQWiG, oder getrennt davon, ist zweitrangig. Das gilt für eine Zyklustagebuch-Vorlage auf Papier genauso wie für ein Perioden-Tagebuch in einer App. Wichtig ist die Frage, die du später beantworten willst: Treten zum Beispiel Stimmungstiefs regelmäßig in der zweiten Zyklushälfte auf?
Pro Tag notierst du:
- zur Blutung: ob sie da ist, wie stark sie ist und Schmerz um die Blutung
- zu den Beschwerden: Stimmung, Erschöpfung, Schlaf, Schmerzen, jeweils mit Stärke
Was ist PMS, und welches Muster steckt dahinter?
PMS sind Beschwerden, die vor der Periode auftreten und mit der Blutung wieder abklingen.
Als prämenstruelles Syndrom wird ein Bündel aus körperlichen und psychischen Beschwerden bezeichnet, die einige Tage bis zwei Wochen vor Einsetzen der Periode auftreten können. Mit dem Einsetzen der Blutung klingen die Beschwerden wieder ab. Typisch sind zum Beispiel ein Spannungsgefühl in Brust oder Unterleib, Kopf- oder Rückenschmerzen, Schlafprobleme, aber auch Erschöpfung, Niedergeschlagenheit oder Reizbarkeit.
Etwa 20 bis 40 Prozent aller Mädchen und Frauen haben mehrere stärker ausgeprägte PMS-Beschwerden, die sie im Alltag spürbar belasten. Bei ungefähr 3 bis 8 Prozent sind die Symptome so stark, dass sie das Alltagsleben deutlich stören - Fachleute sprechen dann von einer prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS). Ein Tagebuch hilft dir und deiner Ärztin oder deinem Arzt herauszufinden, ob deine Beschwerden wirklich mit dem Zyklus zusammenhängen.
Hast du Gedanken, nicht mehr leben zu wollen oder dir etwas anzutun, ruf die 112 oder die TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111 an (kostenfrei, rund um die Uhr).
Wie lange sollte ich ein Zyklustagebuch führen?
Mindestens zwei bis drei Monate, so empfiehlt es das IQWiG. Ein einzelner Monat ist meist zu wenig. Erst über mehrere Zyklen wird sichtbar, ob die Beschwerden wirklich mit dem Zyklus zusammenhängen und wann im Monat sie auftreten.
Für das eigene Verständnis lohnt sich der längere Blick. Warum Ruhepuls, HRV und Schlaf über den Zyklus schwanken können, erklärt der Beitrag Menstruationszyklus und Wearables. Was Migräne und Zyklus gemeinsam betrifft, zeigt der Beitrag Migräne und Zyklus: Attacken festhalten.
Wann hilft ein Zyklustagebuch beim Arzt?
Vor allem zur Vorbereitung auf einen Arztbesuch. Über zwei bis drei Monate geführte Aufzeichnungen kannst du zum Termin mitbringen, um Beschwerden konkret zu zeigen: wann im Monat sie auftreten und wie stark sie sind. So fällt das Gespräch mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt leichter.
Ehrlich bleiben: Ein Zyklustagebuch stellt keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche Einschätzung. Die Informationen rund um ein solches Tagebuch sind ausdrücklich keine Selbstdiagnose oder -behandlung. Was aus deinem Verlauf folgt, beurteilt dein Behandlungsteam.
Was du nicht abwarten solltest
Sehr starke Blutungen, Blutungen nach den Wechseljahren, Zwischenblutungen oder starke Schmerzen lässt du zeitnah ärztlich abklären, statt erst einige Zyklen zu notieren. Außerhalb der Sprechzeiten erreichst du den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, im Notfall die 112.
Blutung und Beschwerden in Sam festhalten und als Bericht mitnehmen
Du gehst mit Blutungstagen und datierten Beschwerden in den Termin statt mit einer groben Erinnerung.
- Statt Stift und Papier: Im Zyklus-Tracking trägst du pro Tag die Blutungsstärke ein und wie die Blutung deinen Tag beeinflusst hat. Sam zählt Zyklen und Periodentage daraus.
- Statt zwei getrennter Listen: Beschwerden wie Gedrückte Stimmung, Erschöpfung oder Schlafstörungen wählst du im selben Fenster dazu, sie landen mit Datum im Symptomtagebuch. Für alles andere gibt es ein Notizfeld.
- Statt Rückrechnen im Wartezimmer: Den Zyklusbericht nimmst du als PDF mit, deine Symptomtage zeigt der Monatsbericht für den Vormonat.
Sam sagt weder Eisprung noch Periode voraus, gibt keine Fruchtbarkeits- oder Verhütungsberatung und stellt keine Diagnose.
Sam kostenlos ausprobierenSam ist ein Wellness-Begleiter und kein Medizinprodukt. Die App diagnostiziert, behandelt, heilt oder verhindert keine Erkrankung und keinen Gesundheitszustand. Konsultiere bei medizinischen Entscheidungen immer qualifiziertes Fachpersonal.
- Migräne und Zyklus: Attacken festhalten
- Wechseljahre: Beschwerden aufschreiben
- Wechseljahre: welcher Arzt? Frauenarzt-Termin vorbereiten
- Migräne in den Wechseljahren: die Veränderung festhalten
Quellen
Stand: Oktober 2026
- IQWiG (gesundheitsinformation.de): Tagebuch: Prämenstruelles Syndrom (PMS) (aktualisiert 6. April 2022)
- IQWiG (gesundheitsinformation.de): Prämenstruelles Syndrom (PMS) (aktualisiert 6. April 2022)
- Bundesministerium für Gesundheit: gesund.bund.de, PMS (Stand: 21. Oktober 2022)
Mehr zum Festhalten und Mitnehmen
Häufige Fragen
Was gehört in ein Zyklustagebuch?+
Der erste Tag und das Ende der Regelblutung, die Dauer der Blutung und die Stärke beziehungsweise der Verlauf. Dazu gehören Beschwerden und Schmerzen - laut IQWiG werden Zyklusdaten und Beschwerden mitsamt Stärke festgehalten. In Sam wählst du Symptome im Zyklusfenster dazu, sie werden im Symptomtagebuch gespeichert.
Wie lange sollte ich ein Zyklustagebuch führen?+
Um ein Muster zu sehen, ist es sinnvoll, mindestens zwei bis drei Monate zu notieren - so empfiehlt es das IQWiG für Beschwerden rund um den Zyklus. Es kann auch zur Vorbereitung auf einen Arztbesuch dienen.
Kann ein PMS-Tagebuch PMS feststellen?+
Nein. Aufzeichnungen halten fest, was du erlebst, die Einordnung ist ärztliche Aufgabe. PMS (prämenstruelles Syndrom) ist ein Bündel von Beschwerden, die einige Tage bis zwei Wochen vor der Periode auftreten und mit dem Einsetzen der Blutung wieder abklingen. Ob deine Beschwerden diesem Muster entsprechen, beurteilt deine Ärztin oder dein Arzt.
Wann sollte ich ein Zyklustagebuch anlegen?+
Wenn du das Gefühl hast, dass deine Beschwerden mit dem Zyklus zusammenhängen und du das Gespräch mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt vorbereiten willst. Über zwei bis drei Monate geführte Aufzeichnungen kannst du zum Termin mitbringen, um Beschwerden konkret zu zeigen.
Wie viele Frauen haben PMS-Symptome?+
Etwa 20 bis 40 Prozent aller Mädchen und Frauen haben mehrere stärker ausgeprägte PMS-Beschwerden, die sie im Alltag spürbar belasten. Bei ungefähr 3 bis 8 Prozent sind die Symptome so stark, dass sie das Alltagsleben deutlich stören. Fachleute sprechen dann von einer prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS).
Zyklus-App und Datenschutz: sind meine Daten sicher?+
Zyklus- und Periodendaten sind Gesundheitsdaten und nach der DSGVO besonders geschützt. Prüfe bei jeder App, wo sie speichert und wer Zugriff hat. Sam hostet Gesundheitsdaten in der EU; welche Dienstleister beteiligt sind, steht auf der Seite Unterauftragsverarbeiter.
Gibt es eine Vorlage für ein Zyklus- oder Periodentagebuch als PDF?+
Eine feste Vorlage brauchst du nicht. Eine Tabelle mit Datum, Blutung und Stärke sowie Beschwerden mit Stärke reicht, ob auf Papier oder als PDF zum Ausdrucken. Im PMS-Tagebuch des IQWiG stehen Blutung und Beschwerden auf einem Blatt.
Zyklus-App kostenlos oder Papier: was reicht?+
Für den Anfang reicht ein Blatt Papier. Eine Zyklus-App hilft, wenn du Blutung und Symptome an einem Ort mit Datum haben willst. Prüfe bei jeder App, auch einer kostenlosen, wo sie deine Daten speichert.