Kopfschmerzkalender und Migränetagebuch: was reingehört
Kopfschmerzkalender zum Ausdrucken von der DMKG, alle Felder für Migränetagebuch und Migräneprotokoll und was eine App wie Sam zusätzlich festhält.
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Einen Kopfschmerzkalender zum Ausdrucken bietet die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) als PDF an. Du druckst ihn aus und trägst pro Attacke Datum, Dauer, Stärke, Begleitsymptome und Medikament ein. Eine Grenze hat er: Was du über Schlaf, HRV oder Luftdruck festhalten willst, musst du selbst nachtragen. Ist deine Migräne ärztlich festgestellt, bekommen im Migränetagebuch von Sam neue Einträge von heute den Schlaf der Vornacht und die HRV aus Apple Health, wenn ein Wert vorliegt.
Dieser Artikel listet alle Felder auf, die in einen Kopfschmerzkalender gehören. Du kannst die Liste abschreiben, abtippen oder ausdrucken. Danach siehst du, welche kostenlosen Optionen es gibt und was ein Migränetagebuch in Sam zusätzlich festhält.
Kopfschmerzkalender, Migränetagebuch, Migräneprotokoll: ein Unterschied?
Gemeint ist in der Regel dasselbe: eine laufende Aufzeichnung deiner Attacken. Die DMKG nennt ihre Vorlage Kopfschmerzkalender. Ein Migränetagebuch oder Migräneprotokoll führst du mit denselben Feldern. Ob auf Papier, als PDF zum Ausdrucken, in einer Tabelle oder in einer App, ist deine Wahl. Wichtig ist, dass du bei einer Form bleibst.
Wenn du lieber in Excel oder einer anderen Tabelle arbeitest, nimm eine Zeile pro Attacke. Die Felder aus der Liste unten werden deine Spalten.
Warum dein Behandlungsteam nach einem Kopfschmerzkalender fragt
Die Klassifikation der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft (ICHD-3) beschreibt Migräne über Merkmale der Attacken: Dauer, Schmerzcharakter, Begleitsymptome und Zahl der Attacken. Für Migräne ohne Aura nennt sie mindestens fünf Attacken mit 4 bis 72 Stunden Dauer, unbehandelt oder ohne Behandlungserfolg. Diese Angaben kommen von dir. Die Einordnung trifft dein Behandlungsteam, nicht ein Kalender.
Die DMKG schreibt, ein Kopfschmerzkalender sei zur Planung und Verlaufsbeobachtung der Behandlung oft eine große Hilfe und in vielen Fällen sogar notwendig. Die ICHD-3 hält fest, dass die genaue Beschreibung häufig wiederkehrender Kopfschmerzen in der Regel ein Tagebuch erfordert. Es soll Schmerz und Begleitsymptome Tag für Tag über mindestens einen Monat festhalten.
Der Rückblick aus dem Gedächtnis kann die Zahl der Kopfschmerztage unterschätzen. In einer Studie mit 182 Menschen mit Migräne lagen die Angaben im Monatsrückblick niedriger als im täglichen Tagebuch. Im Schnitt waren es 11,1 statt 13,7 Kopfschmerztage in 28 Tagen (Miller et al., Cephalalgia 2020). Es war die Zweitauswertung einer Ernährungsstudie, deine Werte können anders liegen. Was die Zahlen für dich bedeuten, besprichst du mit deinem Behandlungsteam.
Was gehört in einen Kopfschmerzkalender oder ein Migränetagebuch
Das ist der Kern. Pro Attacke, nicht pro Woche:
- Datum der Attacke. Bei mehrtägigen Verläufen trägst du jeden betroffenen Tag einzeln ein.
- Beginn und Dauer in Uhrzeiten oder Stunden. "Vormittags" reicht nicht, weil die ICHD-3 für Migräne eine Dauer von 4 bis 72 Stunden nennt.
- Intensität auf einer Skala von 0 bis 10, wie im DMKG-Kalender, oder in drei Stufen: leicht, mittel, stark. Bleib bei einer Skala, nicht mal so und mal so.
- Ort und Charakter: einseitig oder beidseitig, pulsierend oder drückend. Anhand dieser Merkmale beschreibt die ICHD-3 Migräne und Spannungskopfschmerz.
- Begleitsymptome: Übelkeit, Erbrechen, Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit.
- Aura: ja oder nein, welche Art (Flimmersehen, Kribbeln, Sprachstörung), wie lange, und ob sie vor oder mit dem Schmerz kam.
- Akute Medikation: Wirkstoff, Dosis, Uhrzeit der Einnahme, ob du nachlegen musstest und wie gut sie gewirkt hat. Wenn du den Handelsnamen notierst, schreib die Wirkstoffklasse dazu, zum Beispiel Triptan, NSAR oder Schmerzmittel. So lassen sich die Einträge am Monatsende zählen.
- Einschränkung: Konntest du arbeiten, nur eingeschränkt arbeiten, oder gar nicht? Dasselbe gilt für Haushalt und Freizeit. Diese Spalte fehlt im DMKG-Kalender. Der MIDAS-Fragebogen fragt später nach solchen Tagen.
- Mögliche Auslöser, so wie du sie vermutest: Schlaf (zu wenig, zu viel, verschoben), ausgelassene Mahlzeiten, Flüssigkeitsmenge, Stress und Erholungsphasen, Alkohol, Zyklusphase, Wetterwechsel.
Das ist die Liste dieses Artikels, keine Norm. Der DMKG-Kalender ordnet seine Angaben nach Tagen. Halte deine Liste so kurz, dass du sie auch an einem schlechten Tag ausfüllst.
Was die Papiervorlage nicht leisten kann
Die ersten acht Felder kannst du ehrlich ausfüllen, weil du sie erlebst. Beim letzten Feld wird es schwierig. "Mögliche Auslöser" verlangt Angaben über einen Zeitraum, in dem du noch keine Schmerzen hattest und deshalb auf nichts geachtet hast.
Wie lange hast du in der Nacht vor der Attacke geschlafen? Wie hoch war deine Herzfrequenzvariabilität? Wenn du das am Sonntagabend für die vergangenen zwei Wochen nachträgst, schreibst du keine Daten auf, sondern eine Erinnerung an Daten. Und Erinnerung ist genau das, was der Kalender eigentlich ersetzen sollte.
Dasselbe gilt für das Wetter. Manche Betroffene vermuten, dass Luftdruckwechsel eine Rolle spielen. Ob dir das auffällt, siehst du eher, wenn der Luftdruck zum Eintrag dokumentiert ist. Aus dem Kopf weißt du nicht, was der Luftdruck vor drei Tagen gemacht hat.
Kostenlose Vorlagen und Apps: DMKG und Schmerzklinik Kiel
Für ein Migränetagebuch gibt es kostenlose Optionen. Die folgenden Angaben stammen von den Anbietern selbst. Wir haben sie am 2. Oktober 2026 gelesen. Sie können sich ändern.
- DMKG-Kopfschmerzkalender als PDF: ein Blatt pro Monat, eine Zeile pro Tag. Die Spalten sind Stärke von 0 bis 10, Dauer in Stunden, Schmerzart und Ort, Begleitsymptome, Aura, Auslöser, Akutmedikament mit Dosis, Wirkung und Bemerkung. Oben trägst du deine Akutmedikamente und eine Prophylaxe ein.
- DMKG-App: laut DMKG kostenlos und werbefrei, für Android und iOS. Sie erinnert einmal am Tag an den Eintrag. An Kopfschmerztagen fragt sie nach Stärke, Dauer, weiteren Symptomen und Medikamenteneinnahme, laut DMKG in 1 bis 2 Minuten. Vorbeugende Medikation, Menstruation und einen Kommentar kannst du ergänzen. Die Daten werden laut DMKG pseudonymisiert an eine wissenschaftliche Datenbank übertragen und von der DMKG ausgewertet.
- Migräne-App der Schmerzklinik Kiel: entwickelt mit der Schmerzklinik Kiel, dem Kopfschmerzbehandlungsnetz und der Techniker Krankenkasse, laut Anbieter kostenlos. Sie erfasst Dauer, Intensität und Begleitsymptome und zeigt Diagramme und Statistiken. Du kannst Auswertungen exportieren und Lebensstil, Schlaf, Ernährung, Bewegung und Stress notieren. Auf Wunsch zeigt sie lokales Wetter. Laut ihrer Datenschutzerklärung (Stand 31.01.2026) speichert sie alle Eingaben nur auf dem Gerät.
Lies bei jeder App, auch bei Sam, die Datenschutzerklärung, bevor du Gesundheitsdaten einträgst.
Ein Kalender ersetzt keine Abklärung. Ein Kopfschmerz, der innerhalb von Sekunden zum stärksten deines Lebens wird, oder neue Lähmungen, Sehverlust oder Sprachstörungen gehören sofort in ärztliche Hand, über die 112 oder außerhalb der Sprechzeiten den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.
Das Migränetagebuch in Sam: Felder und Kontext
Das Anfall-Tagebuch im Migräne-Programm von Sam hat sechs Felder. Das sind Datum und Uhrzeit, Stärke (leicht, mittel, stark), Dauer in vier Stufen, Begleitsymptome, Aura und eine Notiz. Die Dauerstufen sind unter 4 Stunden, 4 bis 24 Stunden, 1 bis 3 Tage und mehr als 3 Tage. Als Begleitsymptome wählst du Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, Lärmempfindlichkeit oder einseitig und kannst eigenen Text ergänzen. Die App nennt etwa 30 Sekunden pro Eintrag.
Medikament, Dosis, Wirkung, Einschränkung, Zyklus und vorbeugende Medikation hat der Eintrag nicht als eigene Felder. Du schreibst sie bei Bedarf in die Notiz. Bei der Aura hält der Eintrag nur ja oder nein fest.
Bei einem Eintrag für heute vermerkt Sam zwei Werte aus Apple Health. Das sind jeweils der zuletzt aufgezeichnete Tageswert für Schlafdauer und für Herzfrequenzvariabilität, sofern Apple Health Werte hat. Gibst du Sam deinen Standort frei, kommt der Luftdruck in hPa dazu, wenn verfügbar mit der Veränderung in den letzten etwa 24 Stunden. Der Luftdruck stammt aus einer Wetterabfrage für deinen Standort, nicht von der Uhr. Du siehst die Werte danach in der Zeile zum Eintrag und im Arztbericht. Für einen Eintrag, den du für einen früheren Tag nachträgst, vermerkt Sam sie nicht.
Sam erfasst Attacken nicht automatisch und sagt keine voraus. Den Anfall trägst du selbst ein. Zum Eintrag ergänzt Sam Werte, die du sonst schätzen müsstest. Wie du das Programm einrichtest, steht in Apple Watch für Migräne einrichten, und welche Muster überhaupt sinnvoll zu beobachten sind, in unserem Beitrag zu Migräne-Triggern.
Die akute Medikation hältst du im Anfall-Eintrag fest: Du wählst das Mittel aus deiner Medikamentenliste in Sam, und die Einnahme hängt am Eintrag. Dein Behandlungsteam ordnet sie ein. Der Arztbericht nennt die protokollierten Migränetage und die Tage mit Akutmedikation, jeweils insgesamt und pro abgeschlossenem Monat. Es sind Untergrenzen: Tage ohne Eintrag zählt Sam nicht. Sam protokolliert, was du einträgst. Welche Medikamente und welche Dosis für dich passen, legt dein Behandlungsteam fest.
Bedarfsmedikation hältst du im Anfall-Eintrag fest. Ein vorbeugendes Medikament legst du in deiner Medikamentenliste an, täglich oder alle 1 bis 12 Wochen oder Monate, und Sam erinnert dich daran. Die DMKG-App erinnert dich einmal am Tag an den Eintrag. Du startest das Programm erst, nachdem du bestätigt hast, dass eine Ärztin oder ein Arzt Migräne diagnostiziert hat. Ohne bestätigte Diagnose kannst du Kopfschmerz im Bereich Symptome mit Schweregrad eintragen.
MIDAS wird leichter, wenn schon dokumentiert ist
Der MIDAS-Fragebogen (Migraine Disability Assessment) fragt nach den letzten drei Monaten. An wie vielen Tagen bist du wegen Kopfschmerzen bei der Arbeit, im Haushalt oder in der Freizeit ausgefallen oder nur eingeschränkt leistungsfähig gewesen? Fünf Fragen werden gewertet. Zwei weitere, die Kopfschmerztage insgesamt und die durchschnittliche Stärke, gehen nicht in den Score ein.
Ohne Aufzeichnung musst du drei Monate aus dem Gedächtnis schätzen. Wenn du pro Attacke notierst, ob du bei Arbeit, Haushalt oder Freizeit ausgefallen oder eingeschränkt warst, zählst du die Tage zusammen. Genau deshalb lohnt sich die Einschränkung, auch wenn sie sich beim Eintippen überflüssig anfühlt. In Sam schreibst du sie in die Notiz, der Eintrag hat dafür kein eigenes Feld. Sam fragt MIDAS im monatlichen Check-in ab.
Du kannst den MIDAS-Score hier direkt berechnen und das Ergebnis zum Termin mitbringen. Der Score ist keine Diagnose, er beschreibt nur, wie stark dein Alltag betroffen ist.
Migräneattacken in Sam festhalten und als Bericht mitnehmen
Im Migräne-Programm trägst du jede Attacke mit Beginn, Stärke, Dauer, Aura und Begleitsymptomen ein und nimmst daraus einen Arztbericht als PDF zum Termin mit.
- Statt Papiervorlage: Schlaf der letzten Nacht und Herzfrequenzvariabilität aus Apple Health kommen bei Einträgen von heute dazu, sofern Werte vorliegen, du trägst nur ein, was du selbst weißt.
- Statt Erinnerung aus dem Kopf: Der Bericht zählt deine Migränetage für den Zeitraum, den du wählst.
- Statt Fragebogen am Termin: Einmal im Monat kommt ein kurzer MIDAS-Check-in dazu, so musst du die Antworten nicht erst im Wartezimmer zusammensuchen.
Sam erfasst Attacken nicht automatisch, und das Programm setzt eine ärztlich festgestellte Migräne voraus.
Sam kostenlos ausprobierenSam ist ein Wellness-Begleiter und kein Medizinprodukt. Die App diagnostiziert, behandelt, heilt oder verhindert keine Erkrankung und keinen Gesundheitszustand. Konsultiere bei medizinischen Entscheidungen immer qualifiziertes Fachpersonal.
Quellen
Stand: Oktober 2026. Die Angaben zur DMKG und zur Schmerzklinik Kiel wurden am 2. Oktober 2026 auf den Seiten der Anbieter gelesen.
- Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG): Kopfschmerzkalender (PDF, 2024) und Downloads, gelesen am 2. Oktober 2026. www.dmkg.de
- DMKG: Die DMKG-App, gelesen am 2. Oktober 2026. www.dmkg.de
- Schmerzklinik Kiel: Die Migräne-App mit Datenschutzerklärung (Stand 31.01.2026), gelesen am 2. Oktober 2026. schmerzklinik.de
- Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS): ICHD-3 Klassifikation, Abschnitte 1.1 Migraine without aura, 1.3 Chronic migraine und 2.1 Infrequent episodic tension-type headache. ichd-3.org
- Miller VE et al.: Comparing prospective headache diary and retrospective four-week headache questionnaire over 20 weeks. Cephalalgia 2020;40(13):1523-1531. PubMed 32799667
- Stewart WF et al.: Development and testing of the Migraine Disability Assessment (MIDAS) Questionnaire to assess headache-related disability. Neurology 2001;56(Suppl 1):S20-S28. PubMed 11294956
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- Mit Angehörigen teilen, was du festhältst
- MIDAS-Migräne-Score berechnen (kostenloses Tool)
Häufige Fragen
Was gehört in einen Kopfschmerzkalender?+
Pro Attacke: Datum, Beginn und Dauer, Intensität auf einer festen Skala, Ort und Charakter des Schmerzes, Begleitsymptome wie Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit, Aura ja oder nein, die akute Medikation mit Wirkstoff, Dosis und Uhrzeit, wie stark du eingeschränkt warst, und mögliche Auslöser wie Schlaf, Mahlzeiten, Stress oder Zyklusphase. Der DMKG-Kalender hat zusätzlich eine Spalte für die Wirkung der Akutmedikation, aber keine für die Einschränkung.
Was ist der Unterschied zwischen Kopfschmerzkalender, Migränetagebuch und Migräneprotokoll?+
Gemeint ist in der Regel dasselbe: eine laufende Aufzeichnung deiner Attacken mit Datum, Dauer, Stärke, Begleitsymptomen und Medikamenteneinnahme. Kopfschmerzkalender heißt die Vorlage der DMKG. Ob du sie als Migränetagebuch oder Migräneprotokoll auf Papier, in einer Tabelle oder in einer App führst, ändert an den Feldern nichts.
Brauche ich einen Kopfschmerzkalender zum Ausdrucken oder reicht eine App?+
Beides hält die wichtigsten Angaben fest. Die DMKG stellt ihren Kalender als PDF zum Ausdrucken bereit und bietet eine eigene App an. Der Unterschied liegt beim Kontext: Schlafdauer und HRV trägst du auf Papier aus dem Gedächtnis nach. In Sam vermerkt die App sie bei einem Eintrag für heute automatisch, sofern Apple Health Werte hat. Wenn du lieber auf Papier schreibst, nimm die Feldliste aus diesem Artikel als Vorlage.
Gibt es einen kostenlosen Kopfschmerzkalender oder eine kostenlose Migräne-App?+
Ja. Die DMKG bietet ihren Kalender als PDF zum Herunterladen an. Die DMKG-App ist laut DMKG kostenlos und werbefrei. Die Migräne-App der Schmerzklinik Kiel ist laut Anbieter kostenlos. Die Angaben wurden am 2. Oktober 2026 gelesen.
Warum verlangt mein Neurologe einen Kopfschmerzkalender?+
Die DMKG nennt einen Kopfschmerzkalender zur Planung und Verlaufsbeobachtung der Behandlung oft eine große Hilfe. Die Klassifikation ICHD-3 beschreibt Migräne über Dauer, Schmerzcharakter, Begleitsymptome und Zahl der Attacken, und genau diese Angaben hält ein Kalender fest. In einer Studie mit 182 Menschen mit Migräne lagen die Kopfschmerztage im Monatsrückblick niedriger als im Tagebuch: im Schnitt 11,1 statt 13,7 Tage in 28 Tagen.
Trägt Sam Migräneattacken von selbst ein?+
Nein. Sam erfasst Attacken nicht automatisch und sagt keine voraus. Den Anfall trägst du selbst ins Anfall-Tagebuch ein. Bei einem Eintrag für heute vermerkt Sam automatisch den zuletzt aufgezeichneten Tageswert für Schlafdauer und HRV aus Apple Health und, wenn du deinen Standort teilst, den Luftdruck aus einer Wetterabfrage. So musst du diese Werte nicht schätzen.
Was hat der MIDAS-Score mit dem Kopfschmerzkalender zu tun?+
MIDAS fragt für die letzten drei Monate ab, an wie vielen Tagen du wegen Kopfschmerzen ausgefallen bist oder nur eingeschränkt leistungsfähig warst. Wenn du pro Attacke notierst, ob du bei Arbeit, Haushalt oder Freizeit ausgefallen oder eingeschränkt warst, zählst du die Tage zusammen, statt zu raten. In Sam schreibst du das in die Notiz, der Eintrag hat dafür kein eigenes Feld. Den Score kannst du unter /tools/midas-migraene-score berechnen.