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10 Min. LesezeitSanoLabs Editorial

Arthrose: Welcher Arzt zuständig ist, wie die Diagnose läuft und was Röntgen und Blutwerte zeigen

Welcher Arzt bei Arthrose: Hausarzt, Orthopädie oder Rheumatologie. Wie die Diagnose läuft, was das Röntgenbild zeigt und was Blutwerte ausschließen.

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Das Knie meldet sich auf der Treppe, die Finger sind morgens steif, und du fragst dich, wer das abklärt. Meist beginnt der Weg in der Hausarztpraxis; Orthopädie und Rheumatologie kommen je nach Befund dazu. Röntgenbefund, Arztbriefe und Laborberichte kannst du in einer Mappe sammeln oder in den Medizinischen Dokumenten von Sam ablegen, die nach deiner Einwilligung Werte wie CRP und Harnsäure aus dem Laborbericht lesen.

Dieser Beitrag beschreibt den Weg zur Diagnose: wer zuständig ist, was in der Untersuchung passiert, wann geröntgt wird und was Blutwerte zeigen können und was nicht. Was du zwischen den Terminen aufschreibst, steht im Beitrag Arthrose-Schmerztagebuch. Was Sam bei Arthrose festhält, zeigt die Übersicht zu Arthrose.

Welcher Arzt ist bei Arthrose zuständig?

Die Hausarztpraxis ist meist die erste Anlaufstelle, wenn man ein Gesundheitsproblem hat, schreibt das IQWiG. Dort fragt man nach deinen Beschwerden, untersucht das Gelenk und überweist, wenn eine Fachpraxis nötig ist. Du kannst in der Regel aber auch direkt in eine Facharztpraxis gehen.

Wer später dazukommt, hängt vom Befund und von deinen Fragen ab:

PraxisWann sie dazukommt
HausarztpraxisErster Termin: Gespräch, Untersuchung, bei Bedarf Überweisung
Orthopädie und UnfallchirurgieGelenkbeschwerden, Fragen zu Behandlung und Operation
RheumatologieVerdacht auf eine entzündliche Gelenkerkrankung, etwa rheumatoide Arthritis
RadiologieRöntgen oder MRT, nur mit Überweisung

Die deutsche S3-Leitlinie zur Kniearthrose hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie federführend erstellt. Sie gibt Empfehlungen zur Diagnostik sowie zur konservativen und operativen Behandlung, so fasst es die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft zusammen. Bei einem Verdacht auf rheumatoide Arthritis nennt das IQWiG Fachärztinnen und Fachärzte für Rheumatologie als gute Ansprechpersonen. Welche Praxis wann dazukommt, besprichst du mit deiner Hausarztpraxis.

Orthopäde oder Rheumatologe: Wer passt bei Arthrose?

Eine Rangfolge gibt es nicht, die beiden Fächer haben verschiedene Aufgaben. Arthrose zählt zu den mehr als 100 rheumatischen Erkrankungen, schreibt die Deutsche Rheuma-Liga. Entzündungen tragen bei Arthrose zwar zur Entstehung bei, sind aber anders als bei Rheuma nicht die Ursache, so das IQWiG.

Die Rheumatologie kommt deshalb vor allem dann ins Spiel, wenn die Praxis eine entzündliche Erkrankung vermutet. Ein Anhaltspunkt dafür ist lange Morgensteifigkeit: Länger als 30 Minuten deutet laut IQWiG eher auf eine rheumatische Gelenkentzündung hin. Das ist ein Hinweis für die Praxis, kein Test für zu Hause. Welche Unterschiede sich aufschreiben lassen, zeigt der Beitrag zum Arthrose-Schmerztagebuch. Zwei entzündliche Formen vergleicht Gicht oder rheumatoide Arthritis.

Wie wird Arthrose festgestellt?

Meist ohne Gerät. Eine Arthrose lässt sich laut IQWiG normalerweise anhand der typischen Beschwerden und einer Untersuchung des Gelenks feststellen. So läuft es in der Regel ab:

  1. Gespräch: Die Ärztin oder der Arzt fragt nach deinen Beschwerden.
  2. Untersuchung: Bei einer Kniearthrose prüft sie oder er laut gesund.bund.de, wie weit sich das Knie bewegen lässt, schaut sich die Beinstellung an, tastet Knie und Gelenkspalt ab und untersucht die Muskulatur.
  3. Bildgebung, wenn sie gebraucht wird: laut IQWiG im Zweifel ein Röntgenbild, bei untypischen Beschwerden auch MRT oder Ultraschall.
  4. Blutuntersuchung, wenn andere Ursachen ausgeschlossen werden sollen.

Der britische Gesundheitsdienst NHS nennt drei Anhaltspunkte, bei denen die Praxis an Arthrose denken kann: ab 45 Jahren, Schmerzen, die bei Belastung stärker werden, und keine oder weniger als 30 Minuten Morgensteifigkeit. Das sind Kriterien für die Praxis, kein Test für zu Hause. Auch wenn alle drei auf dich zutreffen, stellt erst die Ärztin oder der Arzt die Diagnose; trifft eines nicht zu, ist das keine Entwarnung. Gehwerte von iPhone oder Apple Watch gehören nicht zu dieser Abklärung; was sie zeigen und was nicht, steht in Arthrose und Apple Watch: Was Gehwerte zeigen.

Wann wird bei Arthrose geröntgt, und was steht im Befund?

Laut IQWiG kann ein Röntgenbild im Zweifel helfen. Typische Veränderungen wie ein sehr schmaler Gelenkspalt machen eine Arthrose dann sehr wahrscheinlich. Gesund.bund.de nennt weitere Anlässe für Bildgebung: den Verdacht auf eine andere Erkrankung wie rheumatoide Arthritis oder Gicht, einen möglichen Knochenbruch nach einem Sturz und die Planung eines Gelenkersatzes. Die Deutsche Rheuma-Liga beschreibt das Röntgenbild als Mittel, um das Ausmaß der Arthrose zu sehen.

Im Befund können diese Begriffe stehen:

  • Gelenkspaltverschmälerung: Der Abstand zwischen den Knochen ist kleiner geworden.
  • Osteophyten: knöcherne Randanbauten am Gelenk.
  • Subchondrale Sklerose: eine Verdichtung des Knochens unter dem Knorpel.

Manche Befunde nennen außerdem einen Grad nach Kellgren und Lawrence. Laut einer Übersichtsarbeit ist die Einteilung in Klinik und Forschung weit verbreitet. Die Beschreibungen der Grade unterscheiden sich je nach Quelle etwas:

GradWas im Röntgenbild beschrieben wird
0keine Verschmälerung, keine Veränderungen
1fragliche Verschmälerung, vielleicht beginnende Randanbauten
2eindeutige Osteophyten, vielleicht Verschmälerung
3mäßige Osteophyten, eindeutige Verschmälerung, etwas Sklerose
4große Osteophyten, starke Verschmälerung, starke Sklerose, verformte Knochenenden

Die Rheuma-Liga beschreibt in ihrem Ratgeber eine eigene Einteilung in die Stadien 0 bis 3. Für beide gilt: Das Röntgenbild sagt nur bedingt etwas über deine Beschwerden. Manche Menschen kommen laut Rheuma-Liga mit starken Veränderungen gut zurecht, andere haben bei kleinen Veränderungen große Schmerzen. Eine Übersicht über Studien zum Knie zeigt dasselbe: Von den Menschen mit Knieschmerzen hatten 15 bis 76 Prozent eine Arthrose im Röntgenbild. Von denen mit Röntgenbefund hatten 15 bis 81 Prozent Knieschmerzen. Warum sich die Behandlung deshalb nach den Beschwerden richtet, steht im Schmerztagebuch-Beitrag.

Ein MRT kann laut Rheuma-Liga Knorpel und Weichteile zeigen. Laut IQWiG kann es bei untypischen Beschwerden oder zum Ausschluss anderer Erkrankungen sinnvoll sein; gesund.bund.de nennt Bildgebung vor allem beim Verdacht auf eine andere Erkrankung. Eine Gelenkspiegelung nur zur Diagnose einer Arthrose ist laut Rheuma-Liga nicht angezeigt.

Kann man Arthrose im Blut sehen?

Nein. Für die Diagnose einer Arthrose sind Bluttests nicht hilfreich, schreibt MedlinePlus, das Gesundheitsportal der US-Nationalbibliothek für Medizin. Mit ihnen lässt sich aber nach anderen Erkrankungen suchen, etwa einer rheumatoiden Arthritis oder Gicht. Auch die Rheuma-Liga schreibt: Blut- und Ultraschalluntersuchungen werden in der Regel gemacht, um eine entzündlich-rheumatische Erkrankung auszuschließen.

Diese Werte können deshalb auf deinem Laborbericht stehen:

WertWofür die Praxis ihn bestimmen kann
CRP und BSGEntzündungszeichen im Körper allgemein
RheumafaktorenHinweis auf rheumatoide Arthritis
ACPA (auch Anti-CCP)Hinweis auf rheumatoide Arthritis
HarnsäureHinweis auf Gicht

Kein Wert entscheidet allein. Laut Rheuma-Liga haben etwa 70 von 100 Menschen mit rheumatoider Arthritis Rheumafaktoren, und auch ACPA finden sich nicht bei allen. Blutwerte können laut gesund.bund.de auch aus anderen Gründen verändert sein. Die Harnsäure sinkt laut IQWiG im Gichtanfall oft in den Normalbereich; eindeutig nachweisen lässt sich Gicht nur mit einer Gelenkpunktion. Ein unauffälliger Wert ist also keine Entwarnung, ein auffälliger kein Beweis. Mehr zur Gicht-Abklärung steht in Welcher Arzt bei Gicht?.

In den Medizinischen Dokumenten ordnet Sam etwa 33 Laborwerte mit Namen zu, darunter CRP und Harnsäure. Rheumafaktoren, ACPA und BSG gehören nicht dazu. Solche Zeilen übernimmt Sam mit dem Namen, den dein Labor gedruckt hat. Steht ein Bereich auf dem Bericht, zeigt Sam ihn neben dem Wert, dazu Hoch, Niedrig oder Im Normbereich; das ist nur der Vergleich mit diesem Bereich. Druckt dein Labor getrennte Bereiche für Frauen und Männer, übernimmt Sam nur den ersten; welcher für dich gilt, siehst du auf dem Originalbericht. Das kann auch die Harnsäure betreffen. Manchmal landet ein Wert unter dem falschen Namen; maßgeblich ist immer der Originalbefund. Was die Werte bedeuten, ordnet die Praxis zusammen mit Beschwerden und Untersuchung ein.

Wie kommst du an einen Termin in Orthopädie oder Rheumatologie?

Die freie Arztwahl gilt auch für Fachärzte, schreibt gesund.bund.de. Von einigen Ausnahmen abgesehen brauchst du keine Überweisung. Eine Ausnahme betrifft gerade die Bildgebung: Die Radiologie arbeitet nur auf Überweisung.

Findest du keinen Termin, kannst du als gesetzlich Versicherte oder Versicherter die Terminservicestelle unter 116 117 einschalten. Für einen Facharzttermin braucht sie eine Überweisung mit dem zwölfstelligen Vermittlungscode, oft Dringlichkeitscode genannt. Für verschiebbare Untersuchungen, etwa Routine- oder Verlaufskontrollen bei nicht akuten Erkrankungen, gilt die Vierwochenfrist nicht; das kennzeichnet die überweisende Praxis auf der Überweisung. Sonst hat die Terminservicestelle bis zu einer Woche Zeit, einen Termin innerhalb von vier Wochen zu vermitteln. Eine bestimmte Praxis kannst du dort nicht wählen, und einen Anspruch auf einen Wunschtermin gibt es nicht. Die Wege im Detail erklärt Facharzttermin bekommen.

Werden die Beschwerden bis zum Termin stärker oder kommen neue dazu, meldest du dich früher in der Hausarztpraxis. Bei den Zeichen im nächsten Abschnitt wartest du gar nicht.

Bei welchen Zeichen wartest du nicht auf den Facharzttermin?

Sprich es zeitnah in der Hausarztpraxis an, wenn Gelenkschmerzen dich im Alltag oder im Schlaf einschränken. Das gilt auch, wenn Schmerz oder Schwellung zunehmen oder immer wiederkommen, oder wenn die Gelenke nach dem Aufwachen länger als 30 Minuten steif sind. So nennt es der NHS.

Dringend ärztlich abgeklärt gehören plötzlich starke Schmerzen und Schwellung in einem Gelenk, ein gerötetes oder überwärmtes Gelenk und Gelenkschmerzen mit Fieber, Schüttelfrost oder allgemeinem Krankheitsgefühl. Außerhalb der Sprechzeiten erreichst du in Deutschland den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, oder du gehst in die Notaufnahme. Im Notfall wählst du 112.

Sofort in die Notaufnahme oder über den Notruf 112 gehören sehr starke Gelenkschmerzen nach einem Sturz oder einer Verletzung, ein herausgesprungenes Gelenk und Kribbeln oder Taubheit um ein verletztes Gelenk. Dasselbe gilt, wenn du nicht mehr gehen oder ein Gelenk nicht belasten kannst. Warte bei diesen Zeichen nicht ab, ob es vorbeigeht.

Was nimmst du zum ersten Facharzttermin mit?

  • Frühere Befunde: Röntgen- oder MRT-Befund, Laborberichte, Arztbriefe.
  • Die Überweisung, falls du eine hast.
  • Eine Liste aller Medikamente, auch der rezeptfreien.
  • Deine Notizen: welche Gelenke, seit wann, wie stark, wie lange morgens steif.
  • Deine Fragen.

Mögliche Fragen: Woran machen Sie die Diagnose fest? Brauche ich ein Röntgenbild, und wozu? Welche Blutwerte wurden bestimmt, und was sollten sie ausschließen? Wann soll ich wiederkommen, und bei welchen Zeichen früher? Eine vollständige Liste bietet die Checkliste für den Arzttermin.

In Sam legst du Befunde und Arztbriefe als Foto oder PDF in den Medizinischen Dokumenten ab. Zwischen deinen letzten zwei Laborberichten zeigt Sam bis zu drei Werte mit der größten Änderung. Werte, die nur in einem Bericht stehen oder in unterschiedlichen Einheiten gedruckt sind, vergleicht Sam nicht. Deine Medikamente stehen in der Medikamentenliste. Der Katalog dort ist eine Auswahl, keine Empfehlung; prüfe die Stärke auf deiner Packung. Gelenkschmerzen, Morgensteifigkeit und Schwellung hältst du im Symptomtagebuch pro Tag fest, als leicht, mittel oder stark.

Befunde in Sam sammeln und zum Facharzttermin mitnehmen

Du kommst mit deinen Befunden in einer App zum Termin, statt Mappen und Fotos zu durchsuchen.

  • Statt Mappe: Röntgenbefund, Arztbrief und Laborbericht fotografierst du oder lädst sie als PDF in die Medizinischen Dokumente.
  • Statt Abtippen: Nach deiner Einwilligung liest Sam Werte wie CRP und Harnsäure aus dem Laborbericht, und du prüfst sie vor dem Speichern.
  • Statt Blättern: Für die letzten zwei Laborberichte zeigt Sam die drei größten Veränderungen.
  • Statt Erinnerung: Gelenkschmerzen und Morgensteifigkeit trägst du im Symptomtagebuch pro Tag ein.

Sam gibt keinen Befund zu Röntgenbildern oder Blutwerten: Hoch, Niedrig oder Im Normbereich vergleicht einen Wert nur mit dem Bereich deines Labors, und bei getrennten Bereichen für Frauen und Männer übernimmt Sam nur den ersten. Maßgeblich bleibt der Originalbefund. Mehr in der Übersicht zu Arthrose.

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Sam ist ein Wellness-Begleiter und kein Medizinprodukt. Die App diagnostiziert, behandelt, heilt oder verhindert keine Erkrankung und keinen Gesundheitszustand. Konsultiere bei medizinischen Entscheidungen immer qualifiziertes Fachpersonal.

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Quellen

Stand: Oktober 2026

Häufige Fragen

Welcher Arzt ist für Arthrose zuständig?+

Meist zuerst die Hausarztpraxis. Sie fragt nach deinen Beschwerden, untersucht das Gelenk und überweist bei Bedarf. Die Orthopädie ist für Gelenkbeschwerden und Fragen zu Behandlung und Operation da; die deutsche Leitlinie zur Kniearthrose hat die orthopädische Fachgesellschaft federführend erstellt. Die Rheumatologie kommt dazu, wenn die Praxis eine entzündliche Gelenkerkrankung wie rheumatoide Arthritis vermutet. In die meisten Facharztpraxen kannst du auch ohne Überweisung gehen.

Wie wird Arthrose festgestellt?+

Meist mit Gespräch und Untersuchung. Die Ärztin oder der Arzt fragt nach den Beschwerden, prüft die Beweglichkeit und tastet das Gelenk ab. Ein Röntgenbild kommt laut IQWiG im Zweifel dazu. Blutuntersuchungen, MRT oder Ultraschall können bei untypischen Beschwerden sinnvoll sein oder um andere Erkrankungen auszuschließen.

Kann man Arthrose im Blut sehen?+

Nein. Für die Diagnose einer Arthrose sind Bluttests laut MedlinePlus, dem Gesundheitsportal der US-Nationalbibliothek für Medizin, nicht hilfreich. Die Praxis nutzt sie, um nach anderen Ursachen zu suchen, etwa einer rheumatoiden Arthritis oder Gicht. Dafür bestimmt sie zum Beispiel Entzündungswerte wie CRP und BSG, Rheumafaktoren, ACPA-Antikörper oder die Harnsäure. Ein unauffälliger Wert ist keine Entwarnung, ein auffälliger kein Beweis.

Orthopäde oder Rheumatologe bei Arthrose?+

Das hängt davon ab, was die Praxis vermutet; eine Rangfolge gibt es nicht. Die deutsche Leitlinie zur Kniearthrose kommt aus der Orthopädie. Vermutet die Praxis eine entzündliche Gelenkerkrankung wie rheumatoide Arthritis, sind laut IQWiG Fachärztinnen und Fachärzte für Rheumatologie gute Ansprechpersonen. Welche Praxis dazukommt, besprichst du mit deiner Hausarztpraxis.

Brauche ich für die Arthrose-Diagnose ein MRT?+

Das entscheidet die Praxis. Laut IQWiG kann ein MRT bei untypischen Beschwerden oder zum Ausschluss anderer Erkrankungen sinnvoll sein; gesund.bund.de nennt Bildgebung vor allem beim Verdacht auf eine andere Erkrankung. Bei typischen Beschwerden lässt sich eine Arthrose laut IQWiG normalerweise mit Gespräch und Untersuchung feststellen. Eine Gelenkspiegelung nur zur Diagnose einer Arthrose hält die Deutsche Rheuma-Liga für nicht angezeigt.

Was bedeutet Kellgren-Lawrence Grad 2 auf dem Röntgenbefund?+

Der Kellgren-Lawrence-Grad beschreibt Veränderungen im Röntgenbild auf einer Skala von 0 bis 4. Grad 2 steht für eindeutige knöcherne Randanbauten (Osteophyten) und einen möglicherweise verschmälerten Gelenkspalt. Über deine Schmerzen sagt der Grad nur bedingt etwas. Was er für dich bedeutet, besprichst du mit der Praxis.

Bei welchen Zeichen warte ich nicht auf den Facharzttermin?+

Plötzlich starke Schmerzen und Schwellung in einem Gelenk, ein gerötetes oder überwärmtes Gelenk oder Gelenkschmerzen mit Fieber, Schüttelfrost oder allgemeinem Krankheitsgefühl gehören dringend ärztlich abgeklärt, außerhalb der Sprechzeiten in Deutschland über den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder in der Notaufnahme; im Notfall wählst du 112. Sehr starke Schmerzen nach einem Sturz oder einer Verletzung, ein herausgesprungenes Gelenk, Kribbeln oder Taubheit um ein verletztes Gelenk, oder wenn du nicht mehr gehen oder ein Gelenk nicht belasten kannst: Dann gehst du sofort in die Notaufnahme oder wählst 112.